Verfasst von WANDERER am 14. Januar 2008
seele in panik
verschwommener blick durch tränengefüllte augen
watte dämpft das lachen der anderen seltsam
mundwinkel tief unten (solange niemand hinschaut)
kopf voll eifersüchtigen zynismus
herzen mit schmerzen – multipliziert durch gutgemeinten trost
frühlingswärme streichelt die haut – prallt dort ab, dringt nicht nach innen
stimme tönt hohl
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Verfasst von WANDERER am 8. Oktober 2007
Wieder in Bern
Da ich nicht den Eindruck hatte, dass ich südlich der Alpen noch was erledigen könnte, bin ich zurück nach Bern gefahren. Prompt beschleicht mich Wehmut und Traurigkeit. Wars das jetzt schon? Auszeit heisst für mich Natur, draussen sein, Ruhe, Zeit usw.
Da dies durch die körperliche Schwäche eingeschränkt ist, ist mir irgendwie die Perspektive für die nächsten 25 Tage verloren gegangen. In der vertrauten Umgebung lasse ich mich viel zu leicht ablenken, fürchte ich. Und dann habe ich Angst, dass der hl. Geist plötzlich wieder schweigen könnte. Eigentlich unsinnig, aber der Mensch ist ja bekanntlich irrational.
Nun, werde mal die Nacht im eigenen Bett geniessen, morgen den Schlafsack von Schneckenschleimspuren befreien ;) und schauen, wohin die „Reise“ als nächstes geht. Werde diesbezüglich sicher noch mit Freunden sprechen, hilft halt immer ungemein.
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Verfasst von WANDERER am 25. September 2007
Fragen und Erinnerungen
Was mache ich eigentlich hier? Warten? Auf was? Wieso bin ich eigentlich Christ? Es wäre doch viel einfacher, wenn ich zu Jesus sagen könnte: Tschüss und alles Gute.
Aber ich kann nicht. Zu tief ist die Gewissheit, dass ER lebt und dass die Bibel recht hat. Aber wieso merke ich so wenig davon in meinem Alltag? Wieso muss ich mir so vieles so oft mit meinem Verstand vorsagen? Dies ist, notabene, ein rechter Murks.
Und ich kenne das. Ähnliche Überlegungen und Fragen quälten mich bereits mit 16/17. Dann holte mich Gott in die Jungschi und ich entdeckte Schritt für Schritt eine neue Welt. Faszinierend, krass, echt, kraftvoll, voller Leben… Diese Zeit prägte mich. Ich wäre nicht hier ohne sie.
Wieso ist dieses Leben scheinbar mit der Jungschizeit vergangen?
Ich erinnere mich, dass ich damals, mit 16/17, häufig abends und in der Nacht weinte ob dieser so ausweglosen Situation. Wohl aus dem gleichen Grund mache ich nun diese Auszeit, anstelle des Weinens. In all den langen Jahren seither habe ich die Tränen verloren. Dazu passend ein Lied-Refrain:
„Herr, es schreit in mir,
von Herzen nach dir,
nach dir meinem Gott.
Komm und zeige mir
dein Herz, dein Gesicht,
den heiligen Ort.“
PS: Heuschrecken mögen anscheinend Papier und Leder. Sie haben mir Bibellesehilfe und Bibelhülle angeknabbert. E Guete ;)
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